Dr. phil. Engelbert Berrisch (1820-1895)

Geboren am 7.8.1820 in Köln, wurde er am 13.4.1845 in Köln zum Priester geweiht. Dr. Berrisch hatte nach der Priesterweihung mehrere Aushilfsstellen, bekam aber in Heumar, in der Gemeinde St. Cornelius seine erste feste Anstellung. Das Dekanat Mühlheim am Rhein war schon zu der damaligen Zeit eine aufstrebende Gemeinde.

1852 wurde er  als Rektor nach St. Luzia in Born im Dekanat St. Vith (heute Bistum Lüttich) berufen. Sein weiterer Weg führte ihn nach Dahlem-Berg (Aachen) in die Gemeinde St. Brictius für etwa 2 1/2 Jahre. Danach ging er nach Niederau (dort promovierte er wahrscheinlich); seine bisher von Herrn Lüthi (Kontakt unter: kurtfritz.luethi[at]bluewin.ch)   und mir rechechierten Veröffentlichungen:

1. "Das Domicil der Brauleute in seinem Einflusse auf die Gültigkeit der Ehe." - Vortrag in der Pastoral-Conferenz des Dekanats Düren. Köln, Lumscher, 1864. 18 Seiten

2. "Die Ausschließung der Selbstmörder, öffentlichen Sünder und Sarcramentenverschmäher vom kirchlichen Begräbnisse" eine Pastoral-Dissertation. Aachen, Henzen, 1866. 68 Seiten.

3. "Die Stola in ihrer Entstehung, Beschaffenheit, Bedeutung und Anwendung: Ein liturgischer Versuch." Köln, 1867

4. "Die Biene und der Gottesleugner." Erfurt, Brodmann, 1870. 56 Seiten.

5. "Die christliche Ehe und Heilmittel gegen unglüche Verbindungen." eine Pastoral-Dissertation. Schaffhausen, Hurter, 1872. XII, 188 Seiten.

Am 8.8.1872 erfolgte seine Ernennung nach Heimerzheim (heute Swisstal-Heimerzheim) im Dekanat Rheinbach. Mit fast 69 Jahren hat er sich in der Pfarrerei St. Johann Baptist, Köln-Thenhoven/Roggendorf, beworben. Hier wurde er als erster Pfarrer am 21.5.1889 ernannt. Seine Freizügigkeit für die Interessen der Gemeinde machten Ihn sehr bekannt, denn er zeigte sich sogleich bereit, für die Hälfte der Baukosten des Glockenturmes aufzukommen. Seine Schwester und er sammelten auch für die notwendig gewordenen Glocken erhebliche Gelder in der Gemeinde.

Am 12.4.1895, einen Tag vor seinem goldenen Priesterjubiläum ist er in Roggendorf verstorben und als erster Priester auf dem Friedhof der Gemeinde beigesetzt worden. In dem Heftchen "100 Jahre Pfarrgemeinde St. Johann Baptist Köln-Thenhofen/Roggendorf" ist unter dem Kapitel "Unsere Glocken" ein Verweis auf die Tätigkeit von Dr. Engelbert Berrisch.